Die neue process4.biz Website

Unsere neue Website ist fertig. In diesem Artikel erfahren Sie mehr darüber.

Unsere neue Website

Wir haben dem Thema “Website” lange weniger Aufmerksamkeit zugestanden, als das vielleicht nötig gewesen wäre; als Eröffnungsbeitrag dieses Blogs und vorerst noch ohne Tool- bzw. Themen-Fokus, bietet sich daher ein Blick hinter die Kulissen dieser frisch überarbeiteten Website an.

Am Anfang einer solchen Entscheidung stehen natürlich meist einige Punkte, die - im Gegensatz zum jeweiligen Status Quo - verbessert werden könnten. Für uns standen folgende Themen im Zentrum des Re-Designs:

  • Pflegeaufwand für bestehenden Content
  • Aufwand für die Erstellung neuen Contents
  • Performance und Sicherheit in Betrieb und Wartung
  • Compliance mit der DSGVO, keine unnötige Speicherung von Daten
  • Barrierefreiheit und Responsiveness

Die Suche nach einem Framework

Im Sinne der bestmöglichen Content-Verwaltung sollte die neue Website natürlich nicht zu technisch ausfallen. Sämtlicher Content sollte also besser nicht zwischen HTML-Tags bzw. innerhalb des Codes erstellt und/oder geändert werden müssen.

Auf Basis bestehender Erfahrungswerte und einer einfachen Kosten/Nutzen Rechnung, fiel die Wahl schnell auf selbst gehostetes Wordpress. Anpassbar, modular und durch unzählige Erweiterungsmodule zu individualisieren, ist Wordpress natürlich nicht nur wegen der “mehr als 60 Millionen Installationen” [wordpress.org, 05.2018] eine solide Plattform.

Ein erster Prototyp war relativ schnell erstellt, allerdings stellte sich im Zuge dessen heraus, dass Wordpress für das gewünschte Resultat ziemlich verbogen werden müsste (was u.U. am falschen Theme gelegen haben kann, wir haben aber einige probiert) und damit dann eigentlich nicht weit hinter der Komplexität des abzulösenden TYPO3 angesiedelt war.

Als weitere Punkte, die schlussendlich zu einer Entscheidung gegen Wordpress führten, können auch noch folgende genannt werden:

  • umfängliches Back-End inkl. Datenbank erforderlich
  • konstanter administrativer Aufwand inkl. User-Administration
  • Update- bzw. Sicherheitsthematik in Bezug auf ungeprüfte Erweiterungen

Once you go static…

Mit dem “Nein” zu Wordpress, standen wir an dieser Stelle eigentlich bei einem “Nein” zur Technologie der klassischen CMS-Website (retrospektiv betrachtet). Weitergehende Recherche führte schließlich zu sogenannten “Static Site Generators” (SSGs, siehe dazu wikipedia), mit denen sich eine statische Website (= Website ohne Back-End/Serverseite) dynamisch erstellen lässt.

Für unsere Zwecke und gem. der eingangs aufgelisteten Anforderungen, ließen sich damit also einige der Punkte sehr gut abdecken:

  1. Performance und Sicherheit in Betrieb und Wartung

    Eine statische Website funktioniert datei-basiert und kommt ohne Datenbank bzw. server-seitigen Code aus. Performance und Sicherheit in Betrieb und Wartung sind damit also “by Design” sehr gut abgedeckt.

  2. Compliance mit der DSGVO

    Grundsätzlich werden von einer statische Website keine User-Daten eingesammelt. Es gibt zwar die Möglichkeit, Google Analytics o.Ä. einzubinden, man hat dabei allerdings komplett freie Hand. Für diese Website haben wir z.B. gänzlich darauf verzichtet.

  3. Barrierefreiheit und Responsiveness

    HTML5, CSS3 und JavaScript sind nach Belieben verfügbar, einer modernen Website steht also mit der Verwendung eines SSGs nichts im Wege.

Da diese Liste schon einmal sehr interessant aussah, ging es dann eigentlich nur noch um das zentrale Thema der Content-Erstellung bzw. -Verwaltung.

Auch hier punktet die Technologie SSG, Content wird zumeist auf Basis von Ordner-Strukturen gegliedert, in Markdown-Files (Details) gepflegt und dann dynamisch vom jeweiligen Site-Template zusammengesetzt. Das hat den Vorteil, dass sämtlicher Content der Website aus Text-Files kommt und dort ohne Hürden (z.B. User Accounts) erstellt und gepflegt werden kann. Code-Kenntnisse sind dafür keine erforderlich.

In einem zentralen Repository werden diese Content-Files dann versioniert vorgehalten und können einem kontrollierten Änderungsmanagement unterworfen werden. Je nach dem verwendeten SSG ist es zudem möglich, die Markdown-Files mit Parametern zu versehen, die dann z.B. individuelle Cover-Bilder oder ähnliche Inhalte zur Verwendung in den Templates der einzelnen Website-Sektionen.

Im Gegensatz zur CMS-typischen Content-Verwaltung in einem Richt-Text-Editor ist dieser Ansatz ganz klar etwas “technischer”, allerdings auch sehr flexibel und bei Bedarf (z.B. Übersetzungen) einfach auszulagern.

Wir wurden von dieser Flexibilität überzeugt - somit wurden alle o.g. Anforderungen an die zukünftige Website als von einem SSG umsetzbar eingestuft.

Die Umsetzung

Nach etwas weiterführender Recherchearbeit, fiel unsere Wahl schlussendlich auf Hugo (gohugo.io).

Es handelt sich dabei um einen modularen SSG mit weitreichender Anpassbarkeit, Theme-Support und eingebauter Mehrsprachigkeit. Zudem stellte sich schnell heraus, dass auch die Performance außerordentlich gut ausgeprägt ausfiel und der Deployment-Prozess sehr zuverlässig umgesetzt werden konnte. Auch die absolut hochwertige Dokumentation dieses SSG darf nicht unerwähnt bleiben.

Als zentrale Bestandteile unserer Website wurden darauf aufbauend dann noch folgende Technologien und Services verwendet:

  • Bootstrap
  • jQuery
  • Font Awesome
  • simplebox.js
  • gitlab
  • Netlify

Zusammen mit den Features und Funktionen, die Hugo nativ in seinen Templates zur Verfügung stellt, wurde daraus dann die Website, die hier gerade auf dem Bildschirm angezeigt wird.

Es würde uns freuen, wenn Sie uns Ihre Fragen, Ihr Feedback oder Ihre Verbesserungsvorschläge mitteilen.


In Kategorie: Development, Website | Tags: p4b, website
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